Auf die Faser kommt es an

Gerade bei Recyclingprozessen stellen Fasern hohe Anforderungen an die Weiterverarbeitung. Mit dem Dosierer FiberXpert und der Grundlagenforschung von Brabender Technologie zeichnen sich für viele Anwendungen Lösungen ab.

Beispiel Karbonfasern: Bei der Verarbeitung von Karbonfaserplatten fällt oft sehr viel Verschnitt an, der bislang entsorgt werden muss. Dr. Rudolf Emmerich und Dr.-Ing. Jan Kuppinger vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT schreiben in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2014: „Bei der Verwendung von Preforms zur Herstellung von CFK-Bauteilen im Liquid-Composite-Moulding-Verfahren (LCM) fallen bis zu 40 Prozent Verschnitt an, der auch einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust mit sich bringt.“ Da karbonverstärkte Materialien immer häufiger verwendet werden, steigt der ökologische sowie der wirtschaftliche Druck. Das Problem: Nach dem Schreddern der Reststücke entstehen Flakes und Fasern, die durch ihre heterogene Beschaffenheit eine Dosierung enorm erschweren.

Produktbrücken sind das Problem

Ein ähnliches Bild bieten Naturfasern. Auch sie werden als nachwachsender Rohstoff genutzt, um Kunststoffe zu verstärken. Ein Dosieren ist aber auch hier bislang sehr schwierig. Genau wie bei Karbon, führt auch bei Naturfasern ein mechanisches Verhaken oft zu Produktbrücken, sodass die Fasern die Förderschnecke nicht mehr erreichen. „Diese Produkte fließen nicht von allein, sondern sie müssen transportiert werden“, erläutert Jochen Keesen, Leiter des Technikums bei Brabender Technologie. „Für diese Stoffe reichen die bisherigen Agitatoren wie Standardrüttler und -rührwerke nicht aus.“

Gleiches gilt für PP- und PET-Flakes oder andere geschredderte Materialien wie Bottle Flakes (zerkleinerte PET-Flaschen). Hier kann ein Zwischenschritt der Wiederaufbereitung gespart werden, wenn die Flakes direkt dosiert werden können. Bislang müssen diese zunächst zu Regranulat verarbeitet werden, bevor sie dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden können.

Die Lösung: FiberXpert

Brabender Technologie hat sich dieser Problematik angenommen und mit dem FiberXpert ein Gerät entwickelt, dessen Trogform, Schneckenprofile, Rührwerkskonfiguration und Abschlag Antworten auf die verschiedenen Schwierigkeiten gibt. „Von Endkunden, Herstellern von Fasern und Flakes sowie von Extruderherstellern und auch Compoundeuren gibt es bereits sehr viele Anfragen. Einige Versuche konnten schon sehr erfolgreich durchgeführt werden“, berichtet Bernd Hüppmeier, Vertriebsleiter D-A-CH bei Brabender Technologie.

Für diesen Dosierer wird im neuen Technikum eine Linie reserviert. „Auch die Zuführung des Materials in den Dosierer ist ein wichtiger Bestandteil des Prozesses. Daher wird der FiberXpert zu den Maschinen gehören, die wir praktisch bei jeder Anwendung zunächst im Technikum individuell konfigurieren müssen“, erläutert Jochen Keesen.

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