Zehn Jahre Indien

Mit über drei Millionen Quadratkilometern Fläche, 29 Bundesstaaten, in denen mehr als 1,3 Milliarden Einwohner verschiedener Ethnien und Religionen leben, ist Indien das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde. Wie hat es Brabender Technologie geschafft, in einem Land dieser Größenordnung innerhalb einer Dekade erfolgreich Fuß zu fassen?

Brabender Technologie profitiert von einem rasanten Wandel der indischen Gesellschaft hin zu modernen Lebensstilen und einem allgemein gestiegenen Konsum. Zum Ausdruck bringt das der höhere Pro-Kopf-Verbrauch für Kunststoffe, der sich in den nächsten fünf Jahren sogar verdoppeln soll – und damit auch das Produktionsvolumen der Kunststoffindustrie nach oben treiben wird.

Die Wachstumsrate der indischen Kunststoffindustrie ist mit einer Steigerung um jährlich 16 Prozent weltweit die höchste. Schon 2020 soll der Konsum verschiedener Kunststoffe dem Report der indischen Kunststoffindustrie zufolge 20 Millionen Tonnen pro Jahr betragen. Gute Aussichten für die indische Niederlassung, die Anup Biswas in der Metropole Kalkutta leitet: „Für Brabender Technologie in Indien gibt es noch viele unerschlossene Möglichkeiten, insbesondere im Kunststoffbereich.“

Wie alles anfing

Bevor Brabender Technologie ein eigenes Büro in einem der wichtigen industriellen Ballungszentren Indiens eröffnete, verkauften die bekannten westlichen Global Player die Maschinen der Brabender Technologie nach Indien. Antonio Seising, damaliger Leiter Vertrieb Pazifik-Asien, erinnert sich: „Für die Inbetriebnahme und Wartung mussten unsere Techniker aus Deutschland anreisen. Hier merkten wir sehr schnell, dass eine lokale Serviceunterstützung nötig ist. Aus diesem Grund eröffneten wir im Dezember 2007 ein eigenes Büro mit einem Vertriebler und einem Techniker.“ Die Betreuung der Kunden durch Anup Biswas und einen weiteren lokalen Mitarbeiter lief sehr gut. Nur drei Jahre später stellte man weitere Mitarbeiter ein und erteilte dem Büro eine Handlungsvollmacht. „Nun konnten unsere Kunden in der indischen Landeswährung, der Rupie, Ersatzteile kaufen und Serviceleistungen bezahlen.“

Wie sich heute zeigt, war diese strategische Entscheidung aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs richtig und wegweisend. Heute kümmern sich zwei Mitarbeiter um den Vertrieb, drei um den Service und drei um Werbung sowie Buchhaltung. Anup Biswas freut sich: „Die letzten zehn Jahren haben wir bereits einiges erreicht, worauf wir stolz sein dürfen – und wir haben noch viel vor.“

Der Schlüssel zum Erfolg sei die Leidenschaft, dem Kunden die passende Technologie anbieten zu können, und die Hingabe, ein Problem wieder in den Griff zu bekommen, sobald es auftaucht, so der charismatische Geschäftsführer. „Was wir hier in Indien in all der Zeit durch Brabender Technologie mehr an Unterstützung erfahren als das übliche Maß, das ist es, was Brabender Technologie auszeichnet: Wir alle empfinden uns als Teil einer Familie. Die daraus resultierende Verbundenheit und Kultur des Miteinanders und Teilens sind für uns in Indien einzigartig. “

Fokus heute und morgen

Dieser Servicegedanke, den Kunden an Brabender Technologie in Indien schätzen gelernt haben, soll auch in Zukunft im Mittelpunkt aller Handlungen stehen. Anup Biswas betont: „Unser Anspruch ist heute wie morgen derselbe: Wir wollen uns als Problemlöser einen Namen machen.“ Alle Servicetechniker nehmen sich stets genug Zeit, um mit Kunden deren individuellen Probleme ausführlich zu diskutieren und ihnen Lösungswege nachvollziehbar aufzuzeigen. ‚Hersteller aus dem Bereich der Kunststoffindustrie waren und sind die Brot- und Butter-Kunden der Brabender Technologie in Indien. Dieses Kerngeschäft will man auch in Zukunft nicht aus den Augen verlieren, zumal in all dieser Zeit sehr gute Verbindungen mit indischen Industriepartnern entstanden sind. Seising resümiert: „Mit einem indischen Extruderhersteller pflegen wir seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit.

Indien ist heute für unsere Global Player zu einem interessanten Standort geworden. Selbst der größte Compounder in China hat ein Werk in Indien aufgebaut und expandiert hier.“ Anup Biswas ergänzt: „Währenddessen konnten wir aber auch in weiteren industriellen Branchen wie der Spezialchemie und Lebensmittelindustrie Geräte platzieren. Auch im Bereich der pharmazeutischen Industrie sind die Entwicklungen positiv.“ Für den Büroleiter Indien spielt vor allem eins eine große Rolle: „Es gibt eine Notwendigkeit, den Gedanken an Innovation in jegliches Handeln am Arbeitsplatz zu integrieren. Wir müssen uns dem Wandel verpflichten, auf ihn vertrauen. Dann schaffen wir es, dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein.“ 

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